In der Einleitung erhebt der Verfasser des Textes den Anspruch herauszufinden in welchem Rahmen der Institutionaliserung des Uneingestehbaren in der Psychoanalyse und der Psychiatrie der moralischen Behandlung stattgefunden hat.
Zunächst wird die These aufgestellt, dass Menschen schon lange eine Beziehung zum Wahnsinn und der Unvernunft hegen, die bis heute säkularisiert worden sei und mit dem Namen der Geisteskrankheit betitelt wird. Sie wird bis heute als Störung der Vernunft angesehen und könne nur beseitigt werden, indem das Gegenteil von Vernunft eingestanden wird. Therapeutische Arbeit mit einem Dispositiv des Geständnisses kann dies unterstützen.
Im Folgenden wird die moralische Behandlung in der entstehenden Psyichatrie des 19.Jahrhunderts thematisiert. Hierbei geht es eher darum Patienten mit drastischen Mitteln ein Geständnis der Unvernunft zu erzwingen. Sobald der behandelnde Arzt das Gefühl hat, dass der Patient von Innen heraus gesteht, erklärt er diesen für geheilt. Der Wahnsinn und dass Uneingestehbare unterscheiden sich darin, dass der ersteres als ein irrsinniges Urteil abgestempelt wird und nicht festgefügt sei wie das Uneingestehbare. Die moralische Behandlung erklärt dabei die Arbeit an der Seele zu einer Matrix für alle zukünftigen Psychtotherapien, die sie zu einer Dienstleitung macht. Dabei geht es nicht mehr länger um jenseitiges religiöses Seelenheil, sondern um eine Reparatur des Seelenapparates.
Darüber hinaus geht es im Text um die Psychoanalyse, die die Unbewusstheit von Phantasiebildern von deren Uneingestehbarkeiten und deren Geständnissinnlosigkeit auflöst. Dies führt zu einer Unterwerfung des Uneingestehbarem gegenüber dem Wertewandel und somit zu einer positiven Betrachtung dessen gegenüber.
Stellen wir beides gegenüber, so kommt es zu einem Aufeinandertreffen von Spezialist und Subjekt. Nach dem Autor ist nichts mehr uneingestehbar, sondern alles verständlich un nachvollziehbar. Sollte noch etwas uneingestehbar sein, so muss es sich psychokulturellen Einflüssen entzogen haben.
Dienstag, 19. September 2017
Dienstag, 16. Mai 2017
Der Wille zum Wissen
Dienstag, 9. Mai 2017
Aufgabe 4
„Dabei werden Geständnisse nicht äußerlich erzwungen,
sondern „stimuliert“, mit dem Ziel, verdrängte unbewusste Wahrheiten ans Licht
zu bringen, um sich selbst kennen zu lernen und zu heilen“
Beispiel: https://www.youtube.com/results?search_query=coming+out
Zu diesem Zitat passt die Coming-out-Story der Youtuberin Melina Sophie, die sich in einem ihrer Videos zur Homosexualität bekennt. Diese Wahrheit, die sie vor ihrer Community geheim hielt, brachte sie ans Licht und brach somit noch mehr die Distanz zwischen Zuchauer und Medienfigur. Mit diesem Schritt lernt man sich selber besser kennen, indem man zu seiner eigenen Sexualität steht und dies einer Öffentlichkeit bzw. der öffentlichen Meinung preisgibt. Die oben genannte 'Heilung' findet in der Weise statt, dass mit Youtube eine Platform für die Medeinfigur geschaffen wird in der sie auf positive wie auch negative Reaktionen stellen kann. Sie kann dabei auf Verständnis, Unterstützung und Gleichgesinnte treffen, doch auch auf Shitstorms, Hate und Kritik treffen. All das hilft ihr auch mit Reaktionen umzugehen, die fernab vom Social Media liegen und im realen Leben geschehen.
"Es kommt somit zu einer Sozialisation der Empfindungen und
einer sozialen Kontrolle des Gewissens, was sie vorher nicht möglich waren. Die
Beichte wird damit eine allzuständige Instanz, vor der das Individuum sich
verantworten muss"
Auch dieses Zitat lässt sich auf das oben genannte Beispiel beziehen. Youtube als Institution entsteht nur durch mediale Sozialisation. Videos lassen sich durch Views, die jeweiligen Abonennten, deren Kommentare und einen Daumen nach oben bzw. nach unten kennzeichnen. Da die Medienfiguren eine gewisse Nähe zum Zuschauer zulassen, merken die Letzteren auch schnell Veränderungen in Bild und Ton und können der Medienfiguren stark beeinflussen bzw. zwingen zu gestehen. Die Verantwortung die Zuschauer von Veränderungen im privaten Leben wissen zu lassen gehört ebenso dazu.
"Schwelende Konflikte zwischen einzelnen Gruppen oder
Personen sowie Verstöße gegen die Werte und Normen der Gesellschaft finden über
natürliche und spirituelle Rückschlüsse eindringliche Ermahnung"
Mit diesem Zitat lassen sich die ersten Beichthaltungen der Christen zur Feier der Kommunion beschreiben, die wie in einer Gruppe wie ein Ritual gefeiert werden und möglicherweise auch aus schlechtem Gewissen vollzogen werden.
Dienstag, 2. Mai 2017
Urte Undine Frömming: Der Zwang zum Geständnis
In Frau Frömmings Aufsatz "Der Zwang zum Geständnis" werden die Ritualpraktiken der "suku" bei Naturkatastrophen auf der Vulkaninsel Flores in Ostindonesien behandelt. Die Vulkane stehen dabei im gesellschaftlichen Zentrum des Geschehens und sind so machtvoll, dass sie ritueller Ort und der personifizierte Vorfahre des Volkes zugleich sind. Durch diese Göttlichkeit und Übernatürlichkeit, die der Vulkan für das Volk ausstrahlt, werden auch genau hier Krieg, Streit und Krankheit in Form von Opferungen ausgetragen. Da der Vulkan durch seine Ausbrüche so lebhaft erscheint, sieht das Volk in ihm das Empfinden der Ahnen, welches sich in Naturgewalten ausdrückt. Um dies anscheinend zu vermeiden und vorzubeugen wird der Zwang zum Geständnis genutzt. Das Geständnis einer Person wird hierbei als Opferung angesehen und durch dessen zwanghafte Aussprache vor der Öffentlichkeit bloßgestellt. Außerdem wird dies genutzt, um eine allgemeine Angst beim Volk auszulösen und die Macht des Vulkans weiterhin zu positionieren bzw. aufrecht zu erhalten. Ein gutes Beispiel dafür ist der weltbekannte Uluru Stone bzw. Ayers in Australiens Down Under, der so heilig für das Urvolk der Aboriginies ist, dass das Machen von Fotos und das Besteigen des Vulkans verboten sind.
Alois Hahn: Zur Soziologie der Beichte und anderer Formen institutioneller Bekenntnisse
Bietet man Bekenntnissen eine Platform durch Institutionen wie der Kirche, Social Media-Seiten oder gesellschaftlichter Pflichten so vereinen sich Selbst-und Fremdbild miteinander. Der Sender befreit sich von jeglicher Sünde, schlechtem Gewissen und Schuld, während der Gesprächspartner die Botschaft empfängt, optional vor Schweigepflicht steht und sich an diese erinnern kann oder nicht muss. Dazu kommt dass sich der Beichter erst einmal für das Beichten entscheiden muss, was die Kirche erzwingen, Social-Media-Seiten erleichtern und gesellschaftliche Pflichten abnehmen können. Man hilft sich dabei selber, indem man Bestätigung, Unterstützung und indirekte Aufmerksamkeit erhält oder einfach einen externen Zuhörer bzw. eine öffentliche Meinung bekommt. Diese kann positiv ausfallen, indem man Gemeinsschaften entdeckt oder negativ durch Verurteilung und Vorurteilen.
Mittwoch, 6. Mai 2015
Cairns to Airlie Beach
Soooo jetzt mal ein paar Neuigkeiten!
Vor 1 Woche starteten wir unseren Trip nach Airlie Beach mit unserem treuen Gefährten Arnold (der Van), welchen wir uns leider Gottes mit Mühe und Not erkämpfen mussten. Zuvor blieben wir noch ein paar Tage in Cairns in einem echt schönen Hostel, indem wir in unserem 8er-Zimmer mit vielem Backpackern quatschten und auch Kathi & Caroline wieder trafen. Die 2 haben ihre Campervan-Reise schon hinter sich und mit deren Tricks&Tips konnte unsere nur noch losgehen! Man muss sagen dass es für Leute, die noch nie so richtig gecampt haben anfangs echt schwer ist sich in seinem Haus auf 4 Rädern einzuleben, doch wir habens echt gut gemeistert und haben unseren Arni schon lieb gewonnen. Zu Cairns lässt sich sagen, dass es dort BESONDERS viele junge Backpacker gibt (als gäbe es die nicht schon überall, übrigens schätzungsweise 80% deutsch!!!) und somit auch viel Party. Dafür leider keinen Strand, eine Lagune muss dafür herhalten, doch das GREAT BARRIER REEF hat wirklich alles wieder gut gemacht. Für mich hat sich irgendwie nie die Gelegenheit geboten schnorcheln zu gehen, doch ich muss schon sagen ich liebe es einfach! Erst hatte ich ein paar Bedenken mit der Atmungstechnik, doch da wir mit eine der ersten waren gab es keine andere Möglichkeit als reinzuspringen und zu schauen was passiert (alles gut). Wir schwommen mit Schildkröten, den unterschiedlichsten Fischarten und es wurde wohl auch ein Hai gesichtet. Der Wahnsinn was die Unterwasserwelt für Schätze verbirgt, hier ein paar eindrücke:
Vor 1 Woche starteten wir unseren Trip nach Airlie Beach mit unserem treuen Gefährten Arnold (der Van), welchen wir uns leider Gottes mit Mühe und Not erkämpfen mussten. Zuvor blieben wir noch ein paar Tage in Cairns in einem echt schönen Hostel, indem wir in unserem 8er-Zimmer mit vielem Backpackern quatschten und auch Kathi & Caroline wieder trafen. Die 2 haben ihre Campervan-Reise schon hinter sich und mit deren Tricks&Tips konnte unsere nur noch losgehen! Man muss sagen dass es für Leute, die noch nie so richtig gecampt haben anfangs echt schwer ist sich in seinem Haus auf 4 Rädern einzuleben, doch wir habens echt gut gemeistert und haben unseren Arni schon lieb gewonnen. Zu Cairns lässt sich sagen, dass es dort BESONDERS viele junge Backpacker gibt (als gäbe es die nicht schon überall, übrigens schätzungsweise 80% deutsch!!!) und somit auch viel Party. Dafür leider keinen Strand, eine Lagune muss dafür herhalten, doch das GREAT BARRIER REEF hat wirklich alles wieder gut gemacht. Für mich hat sich irgendwie nie die Gelegenheit geboten schnorcheln zu gehen, doch ich muss schon sagen ich liebe es einfach! Erst hatte ich ein paar Bedenken mit der Atmungstechnik, doch da wir mit eine der ersten waren gab es keine andere Möglichkeit als reinzuspringen und zu schauen was passiert (alles gut). Wir schwommen mit Schildkröten, den unterschiedlichsten Fischarten und es wurde wohl auch ein Hai gesichtet. Der Wahnsinn was die Unterwasserwelt für Schätze verbirgt, hier ein paar eindrücke:
Nach unserem absolut tollen Tag mit 2 Schnorkelstationen waren wir dann aber auch echt geschafft und gingen noch mit 2 Freundinnen aus Island Essen. Die erste Nacht in unserem eigenen Van war echt comfy und somit ging es ausgeschlafen ein Stückchen nördlich zum Daintree National Park in der Nähe von Port Douglas. Mit seinen verlassenen Stränden und den Krokodilkanälen ist er einer der größten und ältesten Regenwälder in Australien.
Nach unserer Nacht in Port Douglas und dem Verlust jeglicher Hemmungen machten wir auf unserem Weg nach Airlie Beach noch einen Stopp in Mission Beach, dort wurden wir erst einmal begrüßt von ein paar Backpackern die sich ein paar Kokosnüsse zum Verzehr präparierten. Der Skydive-Ort ist ausgestattet mit einem ellenlangen Strand auf dem Palmen geradezu wuchern, am liebsten wäre ich länger geblieben um dort zu nächtigen. Doch es ging straight weiter, wir mussten schließlich unser Segelboot catchen (entschuldigt das Denglish):
Freitag, 1. Mai 2015
UPDATE
G'day ihr Lieben,
Ich musste feststellen, dass der letzte Post Anfang des Jahres hochgestellt wurde..demnach ist auch recht viel passiert in der letzten Zeit. Eine kleine Zusammenfassung: bis Ende März bin ich bei den Madills geblieben. Die letzte Zeit dort war eher ein bisschen aufbrausend auch wegen unserem neuen Familienmitglied Phoebe Isobel Florence (geboren am 6.1.) und weil nach und nach so ziemlich alle meiner Au-Pair-Freundinninen gegangen sind (jedoch kamen dafür auch neue nette Mädels). Ich spürte einfach, dass es jetzt nach 8 Monaten Zeit ist mehr vom Land zu sehen! Der Abschied von meiner kleinen fiel mir super schwer, hört sich jetzt echt doof an, aber nach so einer langen Zeit ist sie schon Teil meines Lebens geworden und ich habe mich für sie so verantwortlich gefühlt wie eine große Schwester. Wahrscheinlich hat's aber auch damit zu tun, dass ich das große-Schwester-sein vermisse, hierbei grüße ich übrigens meinen Bruder (hoffe du hältst es ohne mich aus). Danach ging ich über das helpx-Programm zu Elissas Familie auf Mount Nebo (20min von Brisbane entfernt), wo ich mal so das ganz andere Leben erleben durfte. Mitten auf einem Berg im Regenwald lebten wir ziemlich sparsam (besonders vom Wasser her) mit 2 Katzen und Hühnern zusammen und praktizierten an unseren spiritual sundays Yoga. Es klingt sehr alternativ, was es auch war, aber in dieser einen Woche habe ich so viel Herzlichkeit und Gastfreundschaft erlebt wie noch nicht zuvor. Und nun war es soweit, nach meiner Nacht am Flughafen in Brisbane gefühlten 10 Stunden warten und 3 Kaffees war sie da: meine Mama! Komischerweise überhaupt nicht jetlagt holten sie mit mir unser Mietauto ab und dann machten wir uns schon auf den Weg nach Noosa. Noosa begrüßte uns mit dem schönsten Wetter und ich freute mich einfach nur ihr mein Zuhause zu zeigen und nicht nur das: wir schauten uns auch noch einmal Fraser an und machten uns auf den Weg nach Sydney, auf dem wir noch viele kleine Stops machten. Ihr gefiel es richtig, doch nach 3 Wochen mussten wir uns auch wieder verabschieden, was mir wieder ziemlich schwer fiel. Doch besonders hier in Australien gehört es zur Tagesordnung sich zu verabschieden. Besonders jetzt, denn meine Freundin Corinna und ich starteten unsere Campervan-Reise die Ostküste herunter von Cairns bis nach Melbourne! Die dürft ihr natürlich auch nicht verpassen, deswegen werde ich mein bestes geben euch halbwegs auf dem laufenden zu halten und genügend eindrücke zu posten.
Bis dahin
Eure Kathi ❤️
Abonnieren
Posts (Atom)

















